Der Beginn eines langen Weges

Hallo erstmal,

 

wenn du das ließt hast du dich tatsächlich entschlossen meinen Blog, wenigstens ein mal, zu lesen.

Das freut mich und ich bedanke mich dafür.

Nun worum geht es hier? Musik natürlich, wie der Blog Name es schon verrät.  Ich bin 33 und da ich nun finanziell endlich in der Lage bin, mir meinen lang gehegten Traum zu erfüllen, möchte ich euch daran teilhaben lassen.

Ich wünsche mir schon seit einer Ewigkeit das Geige spielen zu lernen.  Und nun ist es endlich so weit. Ich werde trotz meines Alters den Versuch wagen. Und ich würde mich freuen wenn ihr mich  bei meinen Erfolgen und Rückschlägen begleitet. Da wird es sicher eine Menge von geben.

 

Aber es soll nicht nur allein darum gehen. Ich finde Musik ist einfach eines der wundervollsten  Dinge die wir Menschen zu Stande bringen.  Musik ist eine Sprache die Jeder Mensch auf dieser Welt spricht! Etwas Universelles das die Menschen einander näher bringt. Sie bringt Freude und Verständnis in das Leben jedes einzelnen.

Darum möchte ich hier auch  Lieblings-Clips und besondere Momente mit euch teilen.

Und ich hoffe ihr werdet auch eure Liebe zur Musik mit mir teilen.

 

 

Gedanken die einen Plagen

Hallo ihr Lieben,

 

wenn man wie ich mit 33 noch Anfangen will so ein schweres Instrument zu lernen, macht man sich so seine Gedanken.

 

Beim unsicherem durchstöbern einiger Geigen Foren fand ich heraus das ich damit gar nicht so alleine bin wie ich zuerst gedacht habe.  Was eine Erleichterung!

 

Bin ich zu alt  um noch Geige lernen zu können?  Werde ich in meinem Alter noch gut genug Geige spielen lernen können um daran Freude zu haben?  Wie lange wird das dauern?  Ist das auch wirklich das richtige für mich? Was sagt meine Familie dazu, die ja immer sehr kritisch ist. Diese und zich andere Fragen schwirrten mir durch den Kopf.

 

Die Antwort auf die erste Frage ist mir inzwischen klar! Nein ich bin nicht zu alt um das Geige spielen zu lernen.  Wie konnte ich Dummkopf vor lauter Angst versagen zu können oder zu Scheitern bloß vergessen das wir doch sowieso unser ganzes Leben lang lernen. Jeden Tag! Da ist das Geige lernen keine Ausnahme von.

 

Also war die eigentliche Frage nicht,  bin ich zu alt um es zu lernen, sondern könnte ich mit  einem Scheitern zu Recht kommen?! Könnte ich damit Leben, im schlimmsten Fall, einen Traum in den Sand gesetzt zu haben?! Als mir das klar wurde kam mir eine andere Frage in den Sinn auf die ich viel schneller und leichter eine Antwort gefunden habe. Könnte ich damit leben es nie versucht zu haben? Das ist doch eigentlich die viel wichtigere Frage! Jeder von uns hat nur sein eines Leben das leider so kurz und begrenzt ist.  Will ich am Ende meines Lebens wenn ich diese Welt verlassen muss  denken wieso nur habe ich es nie versucht? Hätte ich daran Freude gehabt? Hätte es mein Leben bereichert? Will ich wirklich etwas zu bedauern haben am Ende meines Lebens? Auf diese Fragen hatte ich meine Antwort sehr schnell. Nein das will ich nicht. Ich will keiner dieser Menschen sein der irgendwann voller Bedauern zurück denkt und sagte hätte ich doch bloß.

Da es also keinen Grund gibt es nicht zu lernen blieb noch die Frage nach dem wie gut kann ich werden? Werde ich Freude daran haben? Um ganz passabel spielen zu lernen habe ich mir sagen lassen braucht es je nach Einsatz 1 ½ bis 2 Jahre.  Im ersten Moment klingt das viel nicht wahr?  Aber im zweiten Moment dachte ich mir mehr nicht? Ich habe 13 Jahre in der Schule verbracht um mein Abitur zu machen und dort habe ich mich sehr viel mehr Jahre mit Dingen herum geschlagen die ich mir nicht halb so sehr wünschte  wie Geige zu lernen. Danach folgten Jahre der Ausbildung in meinem Beruf. Auch da habe ich sehr viel mehr Jahre hinein gesteckt. Und denken wir doch alle mal an unsere Jobs…. (zumindest die, die schon einen haben ^^) Für viele ist ihr Job nur das notwendige übel das getan werden muss, um das Geld zu verdienen das man zum leben braucht. Und für die Dinge die man liebt! Und wie viel Zeit am Tag und wie viele Jahre verbringen wir damit in unserem Leben. Dagegen erscheint mir 2 Jahre nicht grade die Welt. Besonders wenn man etwas tut das man liebt das einem Spaß macht.  Also will ich so viel Zeit investieren? Ja! Warum denn nicht ?! Der Weg ist das Ziel!

 

Also habe ich  mit dem ersten Schritt auf diesem Weg  begonnen.

 

Ich habe mich Entschieden!

 

Und das war wahrscheinlich der schwerste und einfachste Teil zu gleich an der ganzen Sache.

Nach dem ersten Schritt...

folgt natürlich der zweite!

 

Hallo,

 

schön das ihr immer noch dabei seid.

 

Nachdem ich also endlich meine Entscheidung getroffen hatte war die nächste Frage das "Wie?"

 

Musikschule? Als jemand der nicht immer pünktlich aus seinem Job raus kommt eine schwierige Sache. Musikschulen sind nicht grade flexibel. Privatlehrer nicht ganz billig aber dafür Flexibel.

Also ein Privatlehrer. Aber wie finden? Internet sei dank Googeln wir uns durch.

Juhuu das Nest einer Kleinstadt in der ich lebe, hat in keinem der gängigen Geigen Foren und Musikforen um Lehrer zu finden, einen Lehrer in meiner Stadt eingetragen.

 

Die erste Hürde.  Und schon werden die Hartnäckigkeit und der Wille auf die Probe gestellt!

Also ran an die Nachtbarstädte und tatsächlich da war Sie eine Lehrerin in der Nachtbarstadt die erwachsene Unterrichtet. Preislich  nicht teurer und nicht günstiger als das was man so gelesen hat was üblich ist.

30 Min 20€, 45 Min 25€ in meiner Gegend ein Durchschnittspreis wie ich dank Google erfahren durfte.

 

Also ran an den ersten Termin die Probe Stunde! Tja von wegen. Schön wär’s gewesen. Als es an den Termin ging hat sich nach Tage langem Emailkontakt herausgestellt das Sie leider nur Tags über Unterrichten konnte. Aber da arbeite ich. Abends wenn ich könnte musste sie Arbeiten.  Gott im Himmel war das deprimierend!

Aber Glück im Unglück, konnte Sie mir einen Kollegen Empfehlen der Abends Unterrichten konnte.  Und ich hatte wirklich Glück.  Der Kontakt war schnell hergestellt, der Lehrer scheint sehr nett zu sein und   Unterrichtet ebenfalls nach der Suzuki Methode wie es auch die andere Lehrerin tun wollte. Habe bisher übrigens nur Gutes über die Methode gelesen.   Und er hatte  noch einen Termin abends um 18:30 Uhr für mich  sogar regelmäßig  wenn ich das möchte. Und es ist nicht einmal so weit weg  von mir wie ich befürchtet hatte.

 

Also freute ich mich auf meine Probestunde. Ich war pünktlich da. Habs gut gefunden, komme rein wir stellen uns gegenseitig vor und da passiert! Der Hausmeister kommt rein und sagt er muss das Gebäude für heute Abschließen  weil Ferientag wäre. Ich und mein neuer Angedachter Lehrer stehen da wie vom Blitz getroffen und gucken den Hausmeister an.  Wie sich raustellte waren alle Schüler heute ganz normal zu ihren Musikstunden gekommen. Und in den letzten Jahren war der Tag nach Pfingsten wohl immer nur ein Brücken Tag gewesen. Aber  in diesem Jahr war dass das erste Mal ein offizieller Ferientag, weswegen das Gebäude eher abgeschlossen wurde.

 

Da standen wir nun. Mein wahrscheinlich baldiger neuer Lehrer, war das so peinlich und Unangenehm dass er sich in dem folgenden Gespräch, vor dem Gebäude  bestimmt 20-mal Entschuldigt hat.

Ja ja ich sehe schon das liebe Schicksal hat sich vorgenommen meinen Wunsch aufs äußerste zu Prüfen bevor ich auch nur eine Note gespielt bekomme ^^.

Aber da ich ja gerne immer das Gute in allem sehe freue ich mich einfach darüber das nun nicht nur meine Probestunde nächste Woche umsonst sein wird, sondern auch die Stunde danach. Als kleine Entschuldigung dafür das ich diese Woche ganz umsonst gekommen bin.

 

Also warte ich Geduldig auf meine erste Stunde.

Wie sie wohl sein wird?  Ob ich dem armen Mann mit meinen ersten kratzigen Versuchen das Trommelfell ruinieren werde? Aber schlimmer als andere Anfänger kann ich ja sicher auch nicht sein *g*

Eure

Music Butterfly

Familie kann so deprimierend sein !

Hallo ihr  Lieben,

 

kennt ihr das? Ihr seid zu Besuch bei der Familie erzählt  voller Freude von dem was ihr vor habt und die liebe Familie  haut euch erstmals voll eines über den Deckel?

 

Egal wie alt man ist, Eltern sind Eltern! Ob man nun 15, 25 oder 55 ist. Ich war bei meiner Mutter, wir sahen gemeinsam im Wohnzimmer und ich habe ihr erzählt dass ich nun mit Geigen Stunden anfangen will.

Die Reaktion war mal wieder unglaublich. Oh Ton Sätze von Ihre waren:

Wieso willst du für so einen Mist Geld rauswerfen? Ist doch lächerlich in dem Alter wird das doch sowieso Nichts mehr. So was Nutzloses. Kannst du mit deinem Geld nicht besseres anfangen?

Und da sahs ich nun wie vor den Kopf geschlagen.

Wie erklärt man seiner Mutter die man liebt, dass das kein rausgeworfenes Geld ist? Das Musik machen nicht nutzlos ist? Wie erklärt man jemandem dem Musik nicht besonders wichtig ist was sie einem bedeutet? Sie weiß dass ich mir das schon so lange wünsche  und trotzdem hält sie es für rausgeworfenes Geld. Für einen Splin ihrer dummen Tochter die sich offensichtlich weigert erwachsen zu werden und ihr Geld in sinnvolle Dinge zu stecken. 100€ im Monat könnte ich ja schließlich auch sparen auf dem Konto, da würde ich ja wenigstens 1 oder 2 % Zinsen bekommen…. Und hätte dann wenigstens etwas für schlechte Zeiten.

 

Ich bin 33 und stelle schockiert fest  wie weh es mir tut das Sie, meine eigene Mutter,  mich nicht versteht. Dass sie nicht sehen kann was mir das bedeutet. Nach so viele Jahren endlich einen meiner Träume wahr werden zu lassen.

Ich sitze da sehe sie an und sage „Wenn ich mir meine Träume nicht erfülle wer soll es dann tun? Wenn ich nicht dafür kämpfe wer denn dann?“

Und ihre Reaktion ist nur  das ich dauernd so seltsame Splins hätte. Aber es wäre ja mein Geld sie könnte es ja nicht verhindern wenn ich es für seinen Mist ausgebe.

 

Meine bisherigen Splins waren Stricken lernen. Ich habe mir für 1€ ein Knäul billig Wolle und für 1€ ein paar passende Nadeln geholt und habe es mir anhand des Internets und eines Buches selbst beigebracht. Ich stricke sehr gerne. Es macht mir Spaß, es beruhigt meine Nerven wenn ich aufgewühlt bin.  Es ist ein Hobby das ich nicht täglich aber immer wieder  gerne ausübe. Und ich bin echt gut inzwischen.

Nach dem Stricken folgte das Nähen. Vor ca. 5 Jahren schaffte ich mir eine Nähmaschine an, Und obwohl sie mich Nichts kostete und ich meinen ersten Stoff und co. von einer Freundin geschenkt bekam Hörte ich mir wieder Vorträge über Nützlichkeit und Sinn an.  Ist es denn wirklich nicht einfach genug dass es mich glücklich macht? Was hätte ich denn verloren wenn es Nichts für mich gewesen wäre? Die Antwort ist Nichts.  Inzwischen  nähe ich nicht nur  Kleidung, Kissen, Decken, Patchwork Bilder und co für mich selbst sondern darf auch für sie  Sachen umnähen kürzen und co.

Danach kam das Keyboard… das ist ca. 2 Jahre her. Dafür habe ich tatsächlich Geld ausgegeben. Ich habe es alleine gelernt mit Büchern Internet Synthesia und co… Selbst meine Mutter muss zugeben dass ich inzwischen  recht gut spiele… Aber auch das war für sie wieder nur rausgeschmissenes Geld… seid ich als Kind mal nach 3 Monaten einen Karate Kurs aufgab weil ich ihn nicht mochte und als 6 Jährige den Flöten Unterricht den ich echt hasste...(wenn man Geige oder Klavier lernen will und in einen Flöten Kurs gesteckt wird weil´s das billigste war kann man  auch mit 6 Jahren echt  sauer und frustriert sein) bin ich die…  ich weiß nicht. Die Versagerin? Die Nichts zu Ende bringt… die Träumerin die sich weigert der Realität ins Auge zu blicken die dauernd etwas Neues beginnt… aber sie sieht nicht dass ich auch dabei bleibe…. Das ich diese Dinge gerne tue. Das sie mein Leben bereichern….

 

Kann sie als meine Mutter nicht einfach einmal sagen „Ok wenn es das ist was dich glücklich macht unterstütze ich dich dabei egal ob ich es verstehe oder nicht?“

 

Ist es wirklich Falsch das ich das als ihre Tochter erwarte? Was meint ihr ?